Immer was neues

Hallo,

einige können sich vielleicht erinnern, wie mein Blog vor Jahren hieß – richtig: Kaukunst. Er sollte das Thema Eat Art, bzw. Kochen als Kunst näher durchleuchten. Anfangs lief das ganz gut – bis die Technik mir einen Strich durch die Rechnung machte. Ohne zur sehr ins Detail zu gehen, musste ich mich mit dem Gedanken abfinden meine Website ganz von Neuem aufzubauen. Gerade bin ich dabei alte Berichte und Fotos zu überarbeiten, zum Teil habe ich ergänzt, die Fotos konnte ich nicht aus der Datenbank retten, gut, dass ich alles (irgendwo) auf meinem Rechner wieder finden konnte. Der Titel dieses Beitrags könnte auch lauten: Bekenntnisse eines Bloganfängers.

Appropo (Benutzt das Wort eigentlich noch wer?) Bekenntnisse: Bei der Überlegung meinen Blog noch einmal von neuem aufzubauen, kam mir natürlich auch gleich der Gedanke: und für was steht jetzt dein Blog, damit zu dich (fast) täglich, bzw. zumindest jede Woche darauf freuen kannst? Die Antwort kam mir relativ schnell, denn ich hatte den Blog schlussendlich zunächst nur für mich gestartet – eine Ideensammelkiste, eine Rezepteaufbewahrung, eine Art Notiz- und Skizzenbuch in digitaler Form.

Wenn ich etwas über andere Künstler lese, die mich interessieren, finde ich oft ihre Herangehensweise interessanter als das fertige Produkt. Oft geht es mir mit meiner Arbeit ganz genauso, die Idee oder meine Skizzen und der Findungsprozess halten für mich mehr das fest, was ich im Endeffekt ausdrücken will. Ein Beispiel: ich kann mich jetzt nicht gerade einen bekennenden Beuys-Fan schimpfen, allerdings gefallen mir oft seine Experimente und seine Werke, die  mich irgendwie an verrückter Alchimist oder veraltete Laborutensilien erinnern.

Als ich den Blog neu überarbeitete fiel mir also auf, was ich heute für mein Schaffen wichtiger finde, als damals aus der Zeit, woher viele der Bilder stammen. (zum Teil noch aus dem Studium). Zum Beispiel arbeitete ich heute viel mehr mit Skizzenbüchern ohne meine Ideen zu reflektieren (zu deutsch: munter drauf los), stelle ich fest, dass sich Motive plötzlich häufen, versuche ich näher auf diese Ideen einzugehen.

 

Was soll Kaukunstueck werden? Eine ungezwungene Sammlung von Ideen und Prozessen, ohne Perfektion anzusteuern. Dabei werden auch die Themen nicht nur um das Essen kreisen, sondern um die Kunst, die Alltagsästhetik, Inspirationen und Ideen allgemein.

Eine Art Überraschungsei mit dem Nebeneffekt, das Altes auch mal überarbeitet wird – es kann also sein, dass ich durchaus meine alten Beiträge noch einmal selbst kommentieren werde oder verändern.

Über Kommentare von außen werde ich mich natürlich umso mehr freuen!