Mallorca

Salziger Meeresduft stieg uns in die Nase, als wir auf der Insel, die der Deutschen liebste sei, landeten. Schon bekam man Hunger auf Fisch, Zitrone und Olive. Das blaue Band am Horizont glitzerte in der Sonne.

Unser erstes Essen auf dem Balkon des Hotels bestand dann auch aus Thunfischsandwich mit Mayonnaise und grünen Oliven – die besten die ich je gegessen hatte- und Ibericoschinken, der sein nussiges Aroma dem schwarzen iberischen Schwein verdankt. Dieses wandelt unter dem Schatten der  Eichenwäldern und ernährt sich ausschließlich von Eicheln. Schon in der Antike war bekannt, dass das Futter den Geschmack des Fleisches verändern kann, deswegen gab man sogar Zuchtthunfisch Eicheln zu fressen und gab ihnen den Namen “Schwein des Meeres”. Auch der römische Kochkünstler Apicius erwähnt, dass Gänseleber einen ausgezeichneten Geschmack bekämen, gäbe man den Gänsen Feigen zu fressen. Daher soll sich der französische Name foie gras ableiten.

Die mallorquinische Küche soll noch stark die Wurzeln mittelalterlicher Küche in sich tragen, dazu zählt auch eine der berühmtesten Süßspeisen – die Ensaimada – eine mit Puderzucker bestäubte Hefeschnecke, die man wie Zuckerwatte zupfen kann.

Mallorca Collage